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Wie viel Stunden hat ein Monat? So rechnest Du

Wie viel Stunden hat ein Monat? Kalendarisch 672 bis 744, im Schnitt 730. Als Arbeitszeit 174 Stunden bei einer 40-Stunden-Woche und 167,48 bei 38,5. Hier stehen alle Zahlen als Tabelle, die 4,35-Formel mit Herleitung und der exakte Weg über die Arbeitstage.

Wie viel Stunden hat ein Monat? So rechnest Du

Wie viel Stunden hat ein Monat? Die Antwort hängt davon ab, was Du eigentlich ausrechnen willst. Kalendarisch hat ein Monat zwischen 672 und 744 Stunden, im Durchschnitt 730. Als Arbeitszeit hat er bei einer 40-Stunden-Woche 174 Stunden und bei 38,5 Wochenstunden 167,48 Stunden. Beide Zahlen sind richtig, und im Praxisalltag werden sie regelmäßig verwechselt, meist genau dann, wenn jemand die Sollstunden einer Teilzeitkraft ausrechnet. Dieser Artikel liefert Dir alle Werte als Tabelle, die 4,35-Wochen-Formel samt Herleitung, den exakten Weg über die Arbeitstage und die vier Rechenfehler, die den Monatssaldo am häufigsten kippen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Wie viel Stunden hat ein Monat kalendarisch? Mehr als vier Ergebnisse sind gar nicht möglich, weil es nur vier Monatslängen gibt, plus zwei Ausnahmen, die keine Tabelle listet: die beiden Monate mit Zeitumstellung.
  • Der Durchschnittsmonat mit 730 Stunden ist eine Rechengröße, kein Monat: kein einzelner der zwölf Monate hat tatsächlich 730 Stunden.
  • Wie viele Stunden hat ein Monat an Arbeitszeit? Wochenstunden × 4,35. Aus 40 werden 174 Stunden, aus 38,5 werden 167,48.
  • Der Faktor 4,35 kommt aus 52,18 Wochen pro Jahr geteilt durch 12 Monate. Er ist ein Durchschnitt, kein Wert für einen konkreten Monat.
  • Exakt wird es erst über die Arbeitstage: Werktage von Montag bis Freitag minus Feiertage, mal Tagessollstunden. 2026 schwankt das zwischen 20 und 23 Tagen pro Monat.
  • Die rechnerische Obergrenze liegt bei rund 208,8 Stunden im Monat: 48 Stunden pro Woche im Sechs-Monats-Schnitt, abgeleitet aus § 3 ArbZG.

Wie viel Stunden hat ein Monat? Die Kalenderzahlen

Kalendarisch ist die Rechnung eine Zeile lang: Tage × 24. Weil es nur vier Monatslängen gibt, gibt es auch nur vier Ergebnisse.

MonatslängeKalenderstundenBetrifft
28 Tage672Februar in Normaljahren
29 Tage696Februar im Schaltjahr
30 Tage720April, Juni, September, November
31 Tage744Januar, März, Mai, Juli, August, Oktober, Dezember

Wie viel Stunden hat ein Monat im Durchschnitt?

Über ein ganzes Jahr summiert sich das auf 8.760 Stunden, im Schaltjahr auf 8.784. Der Durchschnittsmonat hat damit 365 ÷ 12 = 30,4167 Tage und exakt 730 Stunden. Wer Schaltjahre mitrechnet, kommt auf 365,25 ÷ 12 = 30,4375 Tage und 730,5 Stunden. In Kapazitäts- und Verfügbarkeitsrechnungen ist 730 die Zahl, die üblicherweise verwendet wird. Sie ist bequem, weil sie sich glatt aufschreiben lässt.

Zeitumstellung: zwei Monate fallen aus dem Raster

Zwei Monate im Jahr passen nicht ins Schema, und das übersieht fast jede Tabelle zur Frage „Wie viel Stunden hat ein Monat": die Zeitumstellung. 2026 beginnt die Sommerzeit am 29. März und endet am 25. Oktober. Der März 2026 hat deshalb nicht 744, sondern 743 Stunden, der Oktober 745. Für die Lohnabrechnung einer Frühschicht ist das irrelevant. Für einen Notdienst, der von 22:00 bis 06:00 über die Umstellungsnacht läuft, ist es genau die eine Stunde, um die sich hinterher gestritten wird.

Wenn Du für einen konkreten Monat planst, brauchst Du ohnehin nicht die Kalenderstunden, sondern die Werktage. Wie viel Stunden hat ein Monat 2026, und wie viele Werktage stecken darin? Die Übersicht:

Monat 2026TageKalenderstundenWerktage Mo bis Fr
Januar3174422
Februar2867220
März31743*22
April3072022
Mai3174421
Juni3072022
Juli3174423
August3174421
September3072022
Oktober31745*22
November3072021
Dezember3174423

* Zeitumstellung: im März fällt eine Stunde weg, im Oktober kommt eine dazu.

Die Werktage sind ohne Feiertage gerechnet, weil die je Bundesland unterschiedlich sind. Zieh für Deine Praxis die gesetzlichen Feiertage Deines Bundeslandes ab, die auf Montag bis Freitag fallen. Feiertage am Wochenende ändern an der Sollzeit nichts.

Wie viele Stunden hat ein Monat an Arbeitszeit? Die 4,35-Formel

Sobald es um Arbeitszeit geht, verschiebt sich die Bedeutung: Wie viel Stunden hat ein Monat, in dem tatsächlich gearbeitet wird? Niemand arbeitet 730 Stunden. Gesucht ist die Monatssollzeit, und die leitet sich aus den Wochenstunden ab:

Monatsstunden = Wochenstunden × 4,35

Woher der Faktor 4,35 kommt

Ein Jahr hat im Mittel 365,25 Tage. Geteilt durch sieben ergibt das 52,18 Wochen, und geteilt durch zwölf Monate 4,3482 Wochen pro Monat. Aufgerundet auf zwei Stellen: 4,35. Der Faktor ist also kein Erfahrungswert, sondern die Kalenderarithmetik in einer Zahl. Genau deshalb gilt er für den Durchschnittsmonat und für keinen einzelnen.

Monatsstunden für die gängigen Wochenmodelle

WochenstundenMonatsstunden (× 4,35)Typisch für
40,0174,00Vollzeit ohne Tarifbindung
38,5167,48Vollzeit nach vielen MFA-Tarifwerken
35,0152,25reduzierte Vollzeit
30,0130,50Teilzeit, vier Tage
25,0108,75Teilzeit, drei bis vier Tage
20,087,00halbe Stelle
10,043,50Minijob-Nähe, zwei Tage

Die 38,5 Stunden sind in Arztpraxen der häufigste Vollzeitwert; welche Wochenarbeitszeit für Dich gilt, steht im Manteltarifvertrag für MFA beziehungsweise in Deinem Arbeitsvertrag.

Warum manche mit 4,33 statt 4,35 rechnen

Es gibt eine zweite Faustformel: 52 Wochen ÷ 12 Monate = 4,3333, also 13/3. Damit ergeben 40 Wochenstunden 173,33 Monatsstunden statt 174. Der Unterschied wirkt lächerlich klein: 0,67 Stunden im Monat. Über ein Jahr sind es acht Stunden, also ein kompletter Arbeitstag. Wer eine Formel wählt, sollte deshalb bei ihr bleiben und sie nicht je nach Bedarf wechseln. Der Grund für die Abweichung: 52 Wochen sind nur 364 Tage, ein Jahr hat aber 365. Der übrige Tag ist exakt der Unterschied zwischen 4,33 und 4,35.

Monatssollstunden exakt berechnen: Arbeitstage statt Faustformel

Die Faustformel ist gut für Verträge und Kalkulationen. Für einen Monatssaldo, den eine MFA am Monatsende gegenliest, ist sie zu grob. Dort zählt nicht der Durchschnitt, sondern der konkrete Kalender: Wie viel Stunden hat ein Monat mit 20 Arbeitstagen, und wie viel einer mit 23? Der exakte Weg geht über die Arbeitstage:

Monatssollzeit = (Werktage Mo bis Fr − Feiertage) × Tagessollstunden

Bei 38,5 Wochenstunden auf fünf Tage sind das 7,7 Stunden pro Tag. Ein Monat mit 20 Arbeitstagen ergibt damit 154 Stunden, einer mit 23 Arbeitstagen 177,1 Stunden. Die Spanne zwischen dem kürzesten und dem längsten Monat des Jahres beträgt also gut 23 Stunden. Bei einer Faustformel, die für jeden Monat stur 167,48 ansetzt, verschwindet dieser Unterschied. Er verschwindet aber nicht aus der Realität: Die MFA arbeitet im Februar tatsächlich weniger als im Juli.

Aus dieser Lücke entstehen die zwei Praxismodelle, zwischen denen Du Dich entscheidest, soweit Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag nichts anderes vorgeben:

  1. Fixe Monatssollzeit. Jeder Monat wird mit demselben Wert bewertet, zum Beispiel 167,48 Stunden. Der Saldo schwankt dann systematisch: im Februar sammelt jemand Minusstunden, im Juli Plusstunden, und über zwölf Monate geht es auf. Vorteil: die Zahl im Vertrag stimmt immer.
  2. Kalendergenaue Monatssollzeit. Jeder Monat wird mit seinen eigenen Arbeitstagen bewertet. Der Saldo zeigt dann echte Mehrarbeit und keine Kalendereffekte. Vorteil: er ist erklärbar, und darüber wird nicht diskutiert.

Für Teams mit Zeiterfassung ist Variante 2 fast immer die richtige, weil der Saldo dort zum Gesprächsgegenstand wird. Nach oben begrenzt ist beides ohnehin: 8 Stunden pro Werktag sind die Regel, bis zu 10 sind zulässig, wenn im Schnitt über sechs Kalendermonate oder 24 Wochen die 8 Stunden nicht überschritten werden (§ 3 ArbZG). Sechs Werktage mal 8 Stunden sind 48 Wochenstunden, mal 4,35 also rund 208,8 Stunden im Monat als rechnerische Obergrenze. Und für alles, was über acht Stunden werktäglich hinausgeht, muss der Arbeitgeber Aufzeichnungen führen (§ 16 Abs. 2 ArbZG). Dass darunter nichts zu dokumentieren wäre, folgt daraus aber nicht: Das BAG hat mit Beschluss vom 13.09.2022 (1 ABR 22/21) entschieden, dass Arbeitgeber die Arbeitszeit ihrer Beschäftigten insgesamt erfassen müssen.

Teilzeit, MFA-Schichten und der Monatssaldo in der Praxis

In einer Praxis mit acht Beschäftigten arbeiten selten zwei Personen dasselbe Modell. Genau dort wird die Frage „wie viele Stunden hat ein Monat" zur Rechenaufgabe pro Kopf. Der Weg dahin ist immer derselbe: Teilzeitquote auf die Vollzeit-Wochenstunden anwenden, dann mit 4,35 multiplizieren.

QuoteWochenstunden (Basis 38,5)Monatsstunden
100 %38,50167,48
80 %30,80133,98
75 %28,88125,61
60 %23,10100,49
50 %19,2583,74

Diese Werte sind der Maßstab, gegen den am Monatsende gemessen wird. Ein Beispiel aus einer normalen Woche: Eine MFA mit 60-Prozent-Stelle deckt Montag, Mittwoch und Freitag jeweils 7:30 bis 15:15 Uhr ab, mit 30 Minuten Pause. Das sind 7 Stunden 15 Minuten netto pro Tag, in Dezimalstunden 7,25 (wie das umgerechnet wird, steht im Industrieminute-Rechner), oder 21,75 Stunden pro Woche, knapp unter den 23,1 Stunden, die ihr Vertrag vorsieht. Über den Monat fehlen ihr rund 5,9 Stunden, die durch einen halben Zusatztag oder eine Samstagssprechstunde aufgefüllt werden. Solche Differenzen sind unauffällig, wenn man sie einmal sieht, und ärgerlich, wenn sie sich sechs Monate lang unbemerkt stapeln.

Zeiterfassung in medishift: gestempelte Zeiten und Monatssaldo Mit medishift hinterlegst Du Wochen- und Tagessollstunden pro Person und siehst den Monatssaldo, ohne ihn zu rechnen. Probiere es kostenlos aus!

In medishift hinterlegst Du dafür Wochensollstunden in halbstündigen Schritten und darunter Tagessollstunden pro Wochentag, also 0 Stunden für den Dienstag, an dem die Kollegin nicht da ist, und 7,7 für die anderen. Änderst Du diese Werte später, entsteht eine neue Version mit Gültigkeitsdatum; die frühere bleibt einsehbar, sodass ein Saldo aus dem März nachvollziehbar bleibt. Das Überstundenkonto rechnet dann automatisch: tatsächliche Stunden minus Soll. Als tatsächliche Stunden zählen veröffentlichte Schichten, Abwesenheiten, die als Arbeitszeit gelten, und Feiertage an Arbeitstagen. Ein Feiertag wird also als Sollzeit gutgeschrieben, außer es wird an ihm doch gearbeitet, dann gibt es keine doppelte Gutschrift. Der aktuelle Monat und der Vormonat bleiben offen und rechnen nach, ältere Monate werden eingefroren. Wer zusätzlich die gestempelten Zeiten erfassen will, nutzt die Zeiterfassung ab dem Premium-Tarif: Ein- und Ausstempeln per Timer oder manuelle Eintragung, Pausen inklusive. Die erfassten Zeiten fließen in dasselbe Überstundenkonto und in den monatlichen Soll-vs-Ist-Report ein.

Vier Fehler, die den Monatssaldo kaputt machen

1. Faustformel und Kalendermonat mischen. Die Sollzeit mit 4,35 rechnen, die Iststunden aber aus den echten Arbeitstagen ziehen. Das erzeugt jeden Monat eine Abweichung von bis zu 13 Stunden, die niemand erklären kann. Entscheide Dich für einen der beiden Wege und halte ihn für alle Beschäftigten durch.

2. Feiertage doppelt zählen. Wenn der Feiertag als Sollzeit gutgeschrieben wird und die trotzdem gearbeitete Schicht zusätzlich voll ins Ist läuft, steht die Person mit einem Tag zu viel im Plus. Die Regel dahinter ist einfach: gutschreiben oder arbeiten, nicht beides.

3. Pausen nicht abziehen. 7:30 bis 15:15 Uhr sind brutto 7 Stunden 45 Minuten, netto nach 30 Minuten Pause aber 7 Stunden 15 Minuten. Auf 21 Arbeitstage gerechnet sind das 10,5 Stunden Unterschied im Monat: mehr als ein Arbeitstag. Wer Brutto, Pause und Netto Tag für Tag mitschreiben will, nimmt dafür die Stundenzettel-Vorlage für Excel.

4. Monatsstunden aus 4 Wochen rechnen. Wer „wie viel Stunden hat ein Monat" mit „vier Wochen" beantwortet, macht den verbreitetsten Fehler überhaupt: 38,5 × 4 = 154 statt 167,48. Es fehlen 13,48 Stunden pro Monat und 161,7 Stunden pro Jahr. Ein Monat hat nie vier Wochen, sondern 4,35.

Fazit: Wie viel Stunden hat ein Monat für Deine Planung?

Wie viel Stunden hat ein Monat? Kalendarisch 672 bis 744, im Schnitt 730, und als Arbeitszeit 174 bei 40 Wochenstunden oder 167,48 bei 38,5. Für Verträge und Kalkulationen reicht die 4,35-Formel. Für einen Monatssaldo, den Dein Team gegenliest, rechne kalendergenau über die Arbeitstage und zieh die Feiertage Deines Bundeslandes ab. Der Rest ist Buchhaltung: Pausen abziehen, Feiertage einmal zählen, einen Weg wählen und dabei bleiben. Wenn Du das nicht jeden Monat von Hand machen willst, hinterlege die Sollstunden einmal pro Person und lass den Saldo laufen. medishift rechnet ihn mit, sobald die Schichten veröffentlicht sind.

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